VfB Stuttgart: Matarazzo legt härtere Gangart ein

Der VfB Stuttgart kann für die kommende Bundesligasaison planen. Dazu zählt allerdings nicht nur der Aufbau des künftigen Kaders sondern auch ein neues Trainingsprogramm, denn in der vergangenen Saison wurde der VfB immer wieder durch Verletzungen von Schlüsselspielern wie Silas, Führich, Mangala oder Kalajdzic zurückgeworfen.

„Wir hatten dieses Jahr viele Kontaktverletzungen“, konstatiert VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo. Da stelle sich die Frage: „Was war zuerst da – die Verletzung oder der schlechte Fitnesszustand? Manchmal hätte ich mir den einen Laufweg mehr gewünscht“. Daher lautet eines seiner Ziele: „Wir wollen die Fitness optimieren.“
Laut Bericht einer deutschen Tageszeitung sei bereits ein Konzept erarbeitet worden. Demnach soll ein Spieler künftig festgelegte Fitnesswerte erfüllen, bevor er nach einer Verletzung wieder einsteigen kann.

Auch an der mentalen Einstellung werde gearbeitet: „Die neue Saison beginnt von Anfang an mit einer anderen Haltung, wir wollen von Anfang an den Druck hochhalten.“ Talente müssten entwickelt werden, jedoch würde er künftig eine härtere Gangart anschlagen.

Neben Verletzungen und Corona-Ausfällen kämpfte der VfB auch mit der Tatsache, dass im jungen Kader kaum Spieler mit Erfahrung waren und es somit an Führungsqualität mangelte. „Was die Kaderstruktur angeht, erkennen wir Sachen, die wir in Zukunft besser machen wollen“, so Matarazzo. Auch hieran würde gearbeitet: „Es ist klar, dass uns ein oder zwei Spieler verlassen werden, dafür kommen aber neue dazu.“

Die auffällige Schwäche der Chancenverwertung sei eine weitere Baustelle, die angegangen werde. Mit neuen Trainingsformen, wie beispielsweise Torabschlüssen unter großem Druck, soll die Effizienz gesteigert werden. Und dann kommt wieder der mentale Aspekt zum Tragen: „Der eine Spieler ist zu hektisch, dem anderen fehlt der Fokus – das ist bei jedem unterschiedlich und muss individuell trainiert werden.“

(cm)

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