VfB Stuttgart: Kein Gehalt für Karazor?

Seit mehr als zwei Wochen sitzt VfB-Profi Atakan Karazor auf Ibiza in Untersuchungshaft. Gegen ihn bestehe der Verdacht, dass er eine 18-Jährige vergewaltigt haben soll. Dies U-Haft könnte noch länger andauern. Karazor wird damit aller Voraussicht nach den Trainingsauftakt am 27. Juni und womöglich auch das Trainingslager verpassen. Laut Meldung einer Medienanstalt könnte der VfB Stuttgart die Gehaltszahlung an Karazor aussetzen.

Rechtsanwalt Maximilian Wüterich stellt fest: „Im Grundsatz gilt: ‚Kein Lohn ohne Arbeit‘, der Arbeitnehmer muss – sofern keine abweichende Vereinbarung vorliegt – vorleisten und bekommt erst dann den Lohn. Kann der Arbeitnehmer aufgrund der Haft nicht leisten, ergibt sich daraus für den Arbeitgeber die Möglichkeit, die Lohnzahlung zurückzubehalten.“

Eine Verdachtskündigung kommt sicherlich nicht in Frage. Dazu müsste das Vertrauen derart zerrüttet sein, dass die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist. Karazors Vertrag wurde aber erst kürzlich bis 2026 verlängert und er stellte in der Rückrunde eine wichtige Stütze in der Mannschaft dar. Der Verein gibt nach wie vor keine Auskunft zum Fall und der Profi selbst bleibt bei seiner Aussage, keine strafbare Handlung vorgenommen zu haben.

(rf)

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