Dass es schwer werden würde, gegen den Rekordmeister FC Bayern München einen Punkt zu holen, war allen Beteiligten klar. Dass am Ende die höchste Heimniederlage seit 25 Jahren steht und der VfB damit seinen historischen Negativrekord einstellt, erwartete VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo jedoch nicht.
„Wir haben aufgezeigt bekommen, was es für uns zu tun gibt“, kündigte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat an. Es gelte aber, nicht nur die negativen Aspekte zu sehen, sondern an die Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen, in welcher der VfB das Spiel bis kurz vor dem Halbzeitpfiff offen halten konnte. „Bayern hätte sich vermutlich nicht beschwert, wenn wir mit einem Unentschieden in die Pause gehen. Und auch in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte haben wir es gut gemacht“, so Mislintat.
Dem VfB entgingen am vergangenen Spieltag nicht nur Punkte. Laut Bericht einer deutschen Tageszeitung verzichtet er auch auf einen Betrag von 100 Millionen Euro. So wollte das Münchner Finanzinstitut Bregal 11,75 Prozent der VfB-Anteile für 40 Millionen Euro erwerben und 60 Millionen als Kredit anbieten. Eine schriftliche Absichtserklärung sei am 30. April unterzeichnet worden. Dann sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger das Geschäft wegen vermeintlich zu hoher Zinsen doch noch ab.
(jd)
