Wie schon beim letzten Heimspiel gegen den FC Augsburg stellt der VfB Stuttgart seine Anhänger auf eine harte Geduldsprobe. Gegen Hertha BSC Berlin gelingt dem VfB im letzten Heimspiel vor der WM-Pause in letzter Minute der Siegtreffer.
Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Berlin gelingt dem VfB etwas, das in der laufenden Saison Seltenheitswert hat: Statt einen frühen gegentreffer zu kassieren, geht der VfB selbst nach nur drei Spielminuten in Führung. Serhou Guirassy nutzt einen Pass von Tomas Tiago und schiebt zur Führung ein. Doch nur eine Viertelstunde später lässt die VfB-Abwehr Jonjoe Kenny auf der rechten Seite genug Platz, sodass dieser präzise flanken kann und Dodi Lukebakio völlig frei zum 1:1 ausgleichen kann.
Der VfB hat danach zwar spielerisches Übergewicht. Nach vorne fehlt es jedoch an Präzision. Gegen Ende der Partie wird der VfB drängender, und in der achten Minute der Nachspielzeit köpft Dinos Mavropanos nach einem Kopfball von Borna Sosa zum erlösenden 2:1-Sieg für den VfB ein.
Damit verschafft sich der VfB vorübergehend etwas Luft nach unten. VfB-Interimstrainer Michael Wimmer zeigte verhaltene Freude nach dem knappen Erfolg: „In der zweiten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel, der Sieg ist am Ende nicht unverdient, aber eher glücklich.“
(rf)
