Neun Spieltage und immer noch kein Sieg. Auch gegen Union Berlin, gegen die der VfB noch in keinem Bundesligaspiel gewonnen hat, zog der VfB in der laufenden Spielzeit wieder den Kürzeren und verlor mit 0:1. Noch vor wenigen Tagen hieß es, dass der Trainer nicht zur Diskussion stehe. Angesichts des Abstiegsplatzes, auf dem VfB wieder steht und dem schlechtesten Saisonstart in der Geschichte des Vereins könnte es aber nun doch für Pellegrino Matarazzo gewesen sein.
„Ich bin sehr optimistisch, dass die Mannschaft das Spiel gewinnen kann und wird, unabhängig davon, wer auf der Bank sitzt“, äußerte sich der VfB-Chefcoach im Hinblick auf das nächste Kellerduell gegen den Tabellenletzten VfL Bochum. Diesen Satz interpretierten einige Medien bereits als Abschied.
Er selbst wollte das nicht so verstanden wissen: „Nein, ich meinte damit, dass es nicht um mich geht. Ich mache mir keine Gedanken, was meine Zukunft betrifft“, wird er von einem Branchendienst zitiert.
„Gut gespielt, nicht das richtige Ergebnis eingefahren. Das ist leider in sieben von neun Spielen eher der Fall als umgekehrt“, bilanzierte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. Gegen Bochum müsse nun eine „Art Pflichtsieg“ her. Er stellte fest, dass die „Diskrepanz zwischen Leistung und Ergebnissen“ irgendwann einmal besprochen werden müsse. Lange kann das angesichts der Tabellensituation nicht mehr dauern.
Laut Meldung eines Branchendienstes beraten sich daher auch aktuell VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle, Mislintat und der neue Berater Sami Khedira. Mislintat jedenfalls gab Matarzzo nicht mehr uneingeschränkt Rückendeckung, wie das noch kürzlich der Fall war: „Das ist nicht meine alleinige Entscheidung, dazu gehören mehrere Köpfe. Wir müssen realistisch sein. Ihr wisst, ich lieb den Rino, Vertrauen und Rückendeckung sind da. Am Ende müssen auch wir liefern.“
(cm)
