Insbesondere bei Politikern wird gerne nach den ersten 100 Tagen im Amt ein erstes Zwischenfazit gezogen und auf die Einarbeitungsphase zurückgeblickt. VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo hat diese 100 Tage längst hinter sich. Er feiert nun ein besonderes Jubiläum, denn er ist nun schon seit 1000 Tagen in Diensten des VfB als Chef-Coach.
Damit hat die lange beschworene Kontinuität Einzug gehalten, denn vor Matarazzos Verpflichtung wechselte der VfB quasi im Monatsrhythmus seine Trainer. Aber auch über die gesamte Bundesliga hinweg gesehen, kann sich das Jubiläum sehen lassen. Seit Matarazzos Dienstbeginn sind nur nur Christian Streich vom SC Freiburg und Urs Fischer von Union Berlin länger bei ihren jeweiligen Vereinen im Amt.
Seit dem 30. Dezember 2019, als er die neue Aufgabe übernahm, hat sich viel ereignet. Auch wenn es noch an Konstanz fehlt, so lobt Benno Möhlmann, Ex-Trainer und mittlerweile Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer, Matarazzos Leistung: „Ich finde schon, dass man in Stuttgart einen klaren Stil des Trainers erkennt. Es ist ein zwar geordnetes, aber in der Regel sehr offensiv ausgerichtetes Spiel. Was mir noch auffällt, ist ein gutes Miteinander auf dem Platz.“
Er honoriert auch die Entscheidung des VfB, den Trainer nicht wieder bei längeren Durststrecken wie derzeit infrage zu stellen. „Letztlich haben sie mit Pellegrino Matarazzo ihre Ziele bisher immer erreicht, indem sie aufgestiegen und zwei Mal in der Bundesliga geblieben sind. Die Jahre davor haben sie den Trainer häufig gewechselt und sind zwei Mal abgestiegen“, wird Möhlmann von einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert.
Matarazzo selbst macht aus dem Jubiläum keine große Sache: „Allerdings fühlt es sich auch ehrlich gesagt nicht so lange an. Ich mag meinen Job und freue mich auf die weiteren Entwicklungen. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“
(jd)
