Der VfB Stuttgart hat nicht mehr viel Luft nach unten. Die junge Mannschaft kann nach dem Ausfall der Top-Stürmer Sasa Kalajdzic und Silas Katompa Mvumpa nicht mehr gewinnen. Es fehlt die Routine, auch kritische Situationen zu meistern. Gleichzeitig stagnieren einige Spieler in der Entwicklung.
Sturmtalent Wahid Faghir erzielte den Ausgleichstreffer gegen Union Berlin, ist aber noch kein Kandidat für die Startelf. Dem 18-Jährigen mangelt es noch an Fitness und körperlicher Stabilität. Mateo Klimowicz startete gut in die Saison. Der 21-Jährige zeigte aber zuletzt eher schwache Leistungen. Für kontinuierlich gute Leistungen sind die Nachwuchsspieler noch nicht reif genug. Entsprechend einfallslos wirkte in den zurückliegenden Wochen das Spiel des VfB nach vorne.
Herausragend ist die Zweikampfstärke des VfB. Lediglich RB Leipzig hat eine bessere Statistik in der Bundesliga vorzuweisen. VfB-Kapitän Wataru Endo gewinnt sogar die meisten Zweikämpfe aller Bundesligaprofis. Leider nutzt dies wenig, denn VfB ist auch die schlechteste Mannschaft der Liga, wenn es um den Ball selbst geht. Diesen verlieren die Stuttgarter überdurchschnittlich oft. Fast jedes zweite Gegentor fiel nach einem Ballverlust. In dieser Statistik ist der VfB unrühmlicher Spitzenreiter.
Sollte sich das Lazarett des VfB nicht bald wieder lichten, dürfte der Kampf um den Klassenerhalt bereits noch vor der Winterpause hart werden. Das kommende Spiel gegen Arminia Bielefeld wird dafür entscheidend sein.
(cm)
