VfB Stuttgart: Matarazzos Philosophie des Erfolgs

Vor einem Jahr war er nur wenigen Fußballkennern ein Begriff: Pellegrino Matarazzo begann seine sportliche Laufbahn in den USA bei der Mannschaft der Columbia Universität. Sein Traum war es stets, in Europa Fußball zu spielen. Und so führte ihn seine Zielstrebigkeit zunächst nach Bad Kreuznach in die Oberliga und von dort zum SV Wehen, Preußen Münster und Wattenscheid bis zur zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Dort wechselte er die Seiten und stieg in den Trainerberuf ein.

„Man hatte mir einen Vertrag als Spieler in der zweiten Mannschaft angeboten und es mir zugleich ermöglicht, parallel Erfahrungen im Trainerbereich zu sammeln und Trainerlizenzen zu machen. Mir war bewusst, dass die deutsche Trainerausbildung international geschätzt ist, daher habe ich mich entschieden, diesen Schritt zu gehen“, erklärt der VfB-Chefcoach.

Seine Ausbildung war sehr breit angelegt, wovon er heute nach eigenen Aussagen profitiert: „Ich war extrem neugierig und wollte alles an Wissen und Erfahrungen aufsaugen. Ich wollte alles machen. Ich hatte einen Durst nach Wissen, den ich nicht sättigen konnte, bis ich gemerkt habe, dass ich an einem Punkt angekommen war, dass ich nun auch mal Cheftrainer sein möchte. Es gibt viele taktisch orientierte Trainer, es gibt Trainer, die fast nur auf Daten schauen, auf Sprintwerte und so weiter, und es gibt Trainer, die nur auf das Gruppengefüge achten. Ich ticke so, dass ich sehe, wie das eine das andere beeinflusst.“

So scheint er auch die richtigen Knöpfe bei seiner einzelnen Spielern drücken zu können: „Ein Profi hat in der Regel schon vieles im Fußball erlebt. Ihn muss man in erster Linie durch Inhalt und Menschlichkeit von sich als Trainer überzeugen, während ein Jugendspieler bereit ist, alles aufzusaugen und umzusetzen, was der Trainer ihm sagt. Mein Ansatz im Profibereich ist, die Spieler menschlich und fachlich von mir zu überzeugen, um sie überhaupt erreichen zu können.“

Seine Philosophie des Erfolgs bringt er wie folgt auf den Punkt: „Wenn es ein Problem gibt, verharre ich nicht in dem Problem, sondern will eine Lösung finden. Es ist immer wichtig, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist, sonst kommt man nicht vorwärts.“

(cm)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert