Mit einer knappen Zwei-Drittel-Mehrheit haben sich die Erst- und Zweitligavereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für den Einstieg eines Investors ausgesprochen, um die Liga international professionell zu vermarkten. Für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen soll ein Finanzinvestor eine Milliarde Euro ausschütten. Der Vertrag soll über 20 Jahre gehen und bis zum Beginn der Saison 2024/25 unterzeichnet sein. Auch der VfB Stuttgart, der in einer ersten Abstimmung im Mai noch dagegen votiert hatte, stimmte jetzt dafür.
Laut einem Statement des Vereins seien die Vorbehalte nun angemessen berücksichtigt worden. So soll der Investor keinen Einfluss auf die Clubs nehmen und die Gelder fair zwischen den Erst- und Zweitligavereinen aufgeteilt werden. Eigenen Angaben zufolge könnten die Clubs die notwendigen Mittel für Digitalisierung und Internationalisierung auch aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie nicht stemmen.
Die Anhänger zahlreicher Clubs protestieren seit Wochen gegen den Einstieg eines Investors. Mit dem Fanausschuss habe der VfB daher in regelmäßigem Austausch gestanden. Laut Angaben eines Online-Portals sollen mittlerweile sechs Unternehmen ein Interesse bekundet haben.
(jd)
