Nachdem Michael Wimmer als Interimstrainer den VfB Stuttgart übernahm, gewann die Mannschaft zweimal deutlich – allerdings gegen den damaligen Tabellenletzten der Bundesliga und den Vorletzten der 2. Liga. Beim 0:5 gegen Borussia Dortmund traten die Schwächen wieder deutlich hervor und Wimmer hat mehr als eine Baustelle zu beheben.
In Sachen Laufleistung steht der VfB am unteren Ende der Rangliste. Im Schnitt laufen die Profis des VfB laut Angaben eines Branchendienstes 110,9 Kilometer pro Partie. Lediglich Leipzig, Leverkusen, Bochum und Mönchengladbach haben etwas weniger zu bieten. Die Defensive bewegt sich im Durchschnitt. 5,5 Chancen pro Begegnung lässt der VfB zu. Der Ligaschnitt liegt hier bei 5,6.
Problematischer ist es in der Offensive. Nur mit Toren ist ein Spiel zu gewinnen und da hapert es beim VfB erheblich. Nur 23,6 Prozent seiner Gelegenheiten kann der VfB auch in einen Torerfolg ummünzen. In der Chancenverwertung ist nur Hertha BSC noch etwas schlechter. Das kann an der schwachen Vorbereitung liegen, denn die Zahl der nach vorne gerichteten Pässe, die einen Abnehmer finden, liegt ebenfalls deutlich unter dem Durchschnitt der Liga. In den gegnerischen Strafraum kommt der VfB auch zu selten und wird damit kaum gefährlich: Durch Dribblings oder einem Pass kann der VfB lediglich 26 Mal pro Spiel in die Gefahrenzone vorstoßen. Auch hier haben nur drei Clubs noch schlechtere Werte aufzuweisen.
Neu sind diese Baustellen nicht. Um den Klassenerhalt zu schaffen, sollte Wimmer allerdings wenigstens eine davon deutlich ausbessern.
(jd)
