Der Weltverband FIFA hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass ausländische Spieler in ukrainischen Clubs als vertragslos gelten und den Verein wechseln können. Entsprechende Spieler in russischen Vereinen können ihre Verträge bis zum Sommer aussetzen. So soll diesen nach Ausschluss von europäischen Wettbewerben die Gelegenheit gegeben werden, bis zum Saisonende spielen zu können.
Dabei dürfen Vereine maximal zwei Spieler verpflichten. Die Frist endet am 7. April. VfB-Sportdirektor Sven Mislintat schließt jedoch aus, dass sich der VfB aus diesem Pool an Spielern bedient: „Es gab schon das eine oder andere Angebot. Wir gehen mit der aktuellen Mannschaft durch“, wird er von einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Die Mannschaft in der aktuellen Besetzung sei „stark genug, es zu schaffen“. Nach dem Remis gegen Union Berlin kletterte der VfB auf den Relegationsrang.
Das Verfahren wird jedoch auch von anderen Sportchefs kritisch gesehen: „Auf der einen Seite ist es absolut verständlich, den betroffenen Spielern bei der Sicherung ihrer Existenz helfen zu wollen, andererseits müssen wir aufpassen, dass wir die Integrität unseres eigenen Wettbewerbs nicht gefährden“, äußerte sich Jörg Schmadtke, Sportchef des VfL Wolfsburg, dazu.
(jd)
