Es war nicht zu erwarten, dass die Partie des VfB Stuttgart gegen Union Berlin spielerische Glanzlichter präsentieren würde. Während die Berliner durch ihr physisch robustes Spiel bekannt sind, ist der VfB nach einer langen Serie an Niederlagen immer noch leicht verunsichert. So entschieden am Ende ein Elfmeter und die Ausdauer des VfB über ein gerechtes Unentschieden. Damit schafft der VfB den Sprung auf den Relegationsrang.
VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo sieht den Punktgewinn als verdient und als Bestätigung an: „In der ersten Hälfte haben wir den Tiefgang nicht gefunden, mussten uns an die Körperlichkeit der Berliner gewöhnen. In den zweiten 45 Minuten sind wir das Spiel anders angegangen, haben uns Chancen erspielt und eine gewisse Dominanz erarbeitet.“
So sieht es auch VfB-Torschütze Sasa Kalajdzic: „Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr schwergetan und uns zunächst den Schneid abkaufen lassen. In der zweiten Hälfte haben wir den Kampf angenommen. Der Treffer steht für die Mentalität, dass wir wissen, ein Spiel noch einmal drehen zu können.“
VfB-Sportdirektor Sven Mislintat sieht ebenfalls Verbesserungsbedarf, was die erste Hälfte des Spiels anging: „Wir haben gegen einen physisch brettstarken Gegner in der ersten Hälfte insgesamt zu wenig investiert. Da können wir sicherlich noch etwas draufpacken.“
Das kann der VfB im nächsten Heimspiel unter Beweis stellen, denn dann geht es in einem weiteren entscheidenden Spiel gegen den FC Augsburg und einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib. Erstmals sind dazu wieder 60.000 Zuschauer zugelassen.
(cm)
