Der VfB Stuttgart wird um eine Bußgeldzahlung nicht herumkommen. Soviel steht jetzt schon fest, obwohl der Bericht zur Datenschutzaffäre noch nicht vorliegt. „Die Datenschutzverstöße sind erheblich“, teilte der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink mit. Dafür gebe es „hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte“ und daher werde es „weitergehende Ermittlungen geben“.
VfB-Präsident Claus Vogt habe eigenen Angaben zufolge außerdem über einen Kölner Strafrechtler die Stuttgarter Staatsanwaltschaft eingeschaltet, da „der Verdacht eines Geheimnisverrats (…) im Raume steht“.
VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger ist von den Ermittlungen nicht überrascht: „Ich wusste schon letzte Woche, dass es ein Bußgeldverfahren geben wird. Jetzt geht es darum, weiter zu kooperieren.“ Diese Kooperation vermisst anscheinend die mit der Aufarbeitung der Affäre beauftragte Kanzlei Esecon. Ob die erheblichen Vorwürfe der Mitgliedertäuschung aus dem Feld geräumt werden können, scheint zunehmend zweifelhaft.
(jd)
