Wenn der VfB Stuttgart in der heimischen Mercedes-Benz Arena Mainz 05 empfängt, setzt die Mannschaft ein buntes Zeichen und tritt mit einem Sonder-Trikot in Regenbogenfarben auf. Der VfB beteiligt sich damit am „Erinnerungstag im Deutschen Fußball“ anlässlich der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.
„Auch in unseren eigenen Reihen gab es Menschen, vor allem jüdischen Glaubens, die in Vernichtungslagern gequält und ermordet wurden. Diese Verbrechen an unschuldigen Menschen zu verurteilen und die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, ist unser tiefes Bedürfnis und unsere Pflicht“, erläutert VfB-Präsident Claus Vogt die Aktion.
In diesem Jahr soll insbesondere auf diejenigen Menschen aufmerksam gemacht werden, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität als „Abartige und Homosexuelle“ stigmatisiert und brutal verfolgt wurden. „Diesen Menschen wurde ihre Würde und das Recht auf ihre geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung genommen. Nie wieder dürfen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden“, so VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger.
Wie der Verein berichtet, werden die Sondertrikots mit einer Auflage von 1893 Exemplaren und nummeriert auf den Markt gebracht.
(jd)
