Nachdem VfB-Präsident Claus Vogt durch die eigenmächtige Absage der Mitgliederversammlung das Kriegsbeil ausgegraben hat, ist der interne Machtkamp nun völlig entbrannt. Doch es wird auch wieder Fußball gespielt. Gegen Mainz 05 gewann der VfB in der Hinrunde mit 4:1 und startete seine erfolgreiche Auswärtsserie. Ob sich die Mannschaft nun zu Hause unbeeindruckt von den Querelen zeigt, bleibt abzuwarten.
Die Mainzer stehen zwar auf dem vorletzten Tabellenrang, konnten aber am vergangenen Spieltag gegen RB Leipzig gewinnen. „Wir erwarten einen unangenehmen Gegner, der sehr direkt nach vorne spielt und auch direkt ins Gegenpressing geht“, warnt denn auch VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo vor der Partie.
Dennoch ist ein Sieg Pflicht, um weiterhin Punkte für das Ziel des Klassenerhalts zu sammeln. Matarazzo lässt sich dabei nicht von den letzten Misserfolgen verunsichern: „Wir versuchen, so viele Torchancen wie möglich herauszuspielen und das gelingt uns auch gut.“
VfB-Kapitän Gonzalo Castro könnte sein 400. Bundesligaspiel bestreiten. Fragezeichen stehen hinter Borna Sosa, Philipp Förster und Waldemar Anton, die allesamt aufgrund leichter muskulärer Probleme nicht voll einsatzfähig sind. Erik Thommy, der mit seiner Einwechslung im Spiel gegen Freiburg sein Comeback gegeben hat, wäre dagegen erneut eine Option: „Er nimmt den Konkurrenzkampf an und hat nach seiner Einwechslung in kurzer Zeit gezeigt, wie zielstrebig er ist“, so Matarazzo.
(jd)
