Dreimal verwandelte Nicolas Gonzalez einen Strafstoß in der ersten Liga, viermal versenkte er den Ball in der zweiten Liga und ein weiteres Mal war er damit im DFB-Pokal erfolgreich. Beim neunten Anlauf hätte er den wichtigen 2:2-Ausgleich im Derby gegen den SC Freiburg erzielen können. Doch er scheiterte er dessen Torhüter Florian Müller.
Sein Rezept, wie er Gonzale entzauberte, liest sich denkbar einfach. Der VfB-Stürmer beobachtet nur den gegnerischen Keeper und schießt in die freie Ecke. Müller täuschte eine Bewegung nach rechts an und warf sich dann nach links. „Ich habe es mir heute im Hotel genauer angeschaut, wie er’s macht, und habe mir auch angeschaut, wie sich die Torhüter verhalten haben. Ich habe dann meinen Plan gemacht, und er ist auch aufgegangen“, so Müller gegenüber einem TV-Sender.
Für VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo ist die vergebene Chance kein Beinbruch. „Die Frage, ob er seinen Anlauf verändern soll, ist Quatsch. Wenn er einmal verschießt, muss er doch nicht alles umwerfen“, wird der VfB-Coach von einem Branchenmagazin zitiert.
„Beim nächsten Mal haut er den Ball wieder rein“, ist sich Matarazzo sicher. Dabei hat der VfB noch einen anderen Spieler in seinen Reihen, der bislang gnadenlos war: Silas Wamangituka hat bislang alle fünf Elfmeter verwandelt, zu denen er angetreten war.
(rf)
