Holger Badstubers Karriere war vor allem von Verletzungen geprägt. Dabei hatte er die besten Prognosen: Im Spätsommer 2009 feierte er sein Debüt bei Rekordmeister FC Bayern München, wurde dort zum Stammspieler, Teil der Nationalelf und in Südafrika Dritter bei der Fußball-WM 2010.
Mittlerweile spielt der 31-Jährige in der Regionalliga Südwest für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage: „Sicherlich würde ich gerne in der Bundesliga mitmischen. Aber Fakt ist: So ist die Situation für mich und jetzt mache ich das Beste daraus. Ich habe nicht aufgegeben, ich gebe nicht auf, ich werde auch nicht aufgeben“, äußerte er sich zur aktuellen Situation.
Schon während seiner Zeit in München war er verletzungsanfällig: Schambeinreizung, Kreuzbandriss, Sehnenriss und Oberschenkelmuskelriss sind nur einige der Gründe, weshalb er über 200 Spiele als Zuschauer miterleben musste. Die komplette Spielzeit 2013/14 fiel er wegen einer Kreuzbandrisses aus.
Seine Verpflichtung beim VfB wurde daher in Fankreisen kritisch gesehen. Der Innenverteidiger fiel auch hier immer wieder wegen körperlicher Beschwerden aus, bewies aber auch seine Stärken und war in der Folge eine der Stützen der Mannschaft.
Nachdem der Kader umgebaut wurde und VfB-Sportdirektor Sven Mislintat auf jüngere Spieler setzte, äußerte der Innenverteidiger laut Bericht einer deutschen Tageszeitung Kritik und wurde daraufhin nicht mehr eingesetzt und mit der laufenden Saison in die zweite Mannschaft beordert. Ein Verkauf kam nicht zustande. Mit 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt gehört Badstuber zu den Top-Verdienern im Kader. Sein Vertrag läuft noch bis 2021. Und den will er seinen Angaben zufolge erfüllen.
(cm)
