Nach über 1000 Tagen, in denen Pellegrino Matarazzo eine ungewohnte Konstante auf dem Trainerposten darstellte, musste dieser aufgrund der Erfolglosigkeit in der laufenden Bundesligasaison gehen. Unter Interimstrainer Michael Wimmer wirkte der VfB wie ausgewechselt und es gelangen zwei Kantersiege. Gegen Borussia Dortmund dagegen landete der VfB wieder auf dem Boden der Tatsachen. Trotz der 0:5-Pleite bleibt Wimmer mindestens bis zur Winterpause Trainer des VfB. Doch wer führt die Mannschaft langfristig aus der Krise?
„Die beiden Male, wo er es unter maximalem Druck machen musste, hat er es sehr gut gemacht“, kommentierte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat die Leistung von Wimmer. Die Niederlage gegen Dortmund sei kein Kriterium, ihm sofort das Vertrauen zu entziehen. Im Gegenteil: Er könne sich gar zur Dauerlösung entwickeln.
Die Profis sind vor allem gefordert, ihre Leistung konstanter abrufen. VfB-Torhüter Florian Müller brachte es auf den Punkt: „Wir hatten eine gute Woche und wollten mutig sein. Das waren wir auch, aber nur nach vorne, da haben wir gut mitgespielt. Aber wir haben gar nicht verteidigt. So darf man in unserer Situation nicht auftreten.“
Als Trainerkandidaten werden nach wie vor zwei weitere Personen gehandelt: Jess Thorup wurde im September vom FC Kopenhagen entlassen und war bereits zu Gesprächen in Stuttgart. Bis zum Winter könnte er zwar einen anderen Arbeitgeber finden, doch Mislintat gibt sich gelassen: „Das Risiko, dass jemand nicht mehr verfügbar ist, gehen wir ein“, wird er von einem Branchendienst zitiert.
Alfred Schreuder von Ajax Amsterdam hat zwar dementiert, an dem Trainerposten in Stuttgart interessiert zu sein. Doch bei den Holländern herrscht hinter den Kulissen Unruhe und laut Medienberichten sei der Name bei den Verantwortlichen des VfB noch nicht von der Liste gestrichen.
(cm)
