Der VfB Stuttgart hat in den letzten Spielen weder durch spielerisches Können oder eine schlagkräftige Offensive überzeugen, noch generell in der laufenden Saison gegen Top-Clubs bestehen können. Da stellt sich die Frage, warum das am vorletzten Spieltag gegen den alten und neuen Deutschen Meister Bayern München anders sein soll? VfB-Cheftrainer Pellegrino Matarazzo setzt auf den Überraschungseffekt.
„Ich glaube, Bayern ist einfacher zu spielen als Hertha oder Wolfsburg was den Druck anbetrifft. Man fährt als Underdog hin, hat das Gefühl, nichts verlieren zu können. Meistens haben wir unter solchen Voraussetzungen am besten performt. Als es nach den Rückständen gegen Gladbach oder Augsburg zum Beispiel nichts mehr zu verlieren gab, haben wir die Spiele gedreht. Da sind wir gut. In der Underdog-Rolle können wir aufgehen“, erklärte er vor dem Auswärtsspiel des VfB.
Die Bayern zeigten nach dem Gewinn der Meisterschaft gegen Mainz eine desolate Leistung und verloren. Doch ob sich das wiederholen wird, scheint zweifelhaft. Matarazzo will es nicht darauf ankommen lassen: „Wir fahren nicht dorthin, um bei der Meisterfeier der Münchener dabei zu sein, sondern um unsere eigene Geschichte zu schreiben. Fakt ist: Wir wollen in München punkten. Am Anfang steht der Glaube an die eigene Stärke. Und dann brauchen wir auf dem Platz Mut, Härte, Intensität und müssen geschlossen auftreten.“
Solche Motivationsparolen hörte man öfters vom VfB-Coach. Seine Spieler folgten indes nur selten. Konstantinos Mavropanos, der einen Schlag oberhalb des Beckenkamms abbekommen und deshalb in den vergangenen Tagen nicht voll trainieren konnte, scheint aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonntag wieder einsatzbereit zu sein. Hinter Roberto Massimo steht dagegen noch ein Fragezeichen. Er leidet laut Meldung des Vereins an Rückenproblemen.
(jd)
