27.09.18 / 08:59 Uhr

Wie siegt man ohne eigene Tore?

VfB Stuttgart: Korkut lässt Kritik abprallen

Von: Pixelio / RainerSturm

Auch im Fußball gilt einfache Mathematik: Wer Tore schießt, hat die Aussicht darauf, ein Spiel zu gewinnen. Und wer mehr Tore als der Gegner schießt, gewinnt garantiert. Doch wer keine Tore schießt, kann bestenfalls auf ein Unentschieden hoffen. Das ist definitiv zu wenig, um in der Bundesliga zu bestehen. Doch in dieser Situation befindet sich der VfB nach fünf Spieltagen.


In vier von fünf Spielen erzielte der VfB keinen einzigen Treffer. Schon jetzt kassierte der VfB so viele Niederlagen wie in der gesamten Rückrunde der abgelaufenen Saison. Vor nicht einmal einem Jahr glänzte der VfB mit Effektivität in der Offensive und Stabilität in der Defensive. Trotz vermeintlicher Verstärkung des Kaders in der Sommerpause und genügend Zeit zur Vorbereitung ist davon nichts mehr zu sehen.


VfB-Trainer Tayfun Korkut redet die 0:2-Niederlage gegen Leipzig schön: "Wir haben gut angefangen, hatten zu Beginn sowohl Kontrolle als auch Ballbesitz. Kurz vor der Halbzeit kassieren wir dann ein sehr ärgerliches Tor in einer Phase, in der wir eigentlich gut im Spiel waren. Danach entwickelt sich ein komplett anderer Spielverlauf."


VfB-Kapitän Christian Gentner umschreibt die Niederlage weniger schmeichelhaft: „Das Gegentor so kurz vor der Halbzeit hat uns aus dem Konzept gebracht." Dies lässt tief blicken, was das Selbstvertrauen der Mannschaft betrifft. Und nun wartet als nächster Gegner der Tabellendritte Werder Bremen, der bislang noch ungeschlagen ist und sich im Aufwärtstrend befindet.


Zweifel an seiner Person lässt Trainer Korkut dennoch nicht aufkommen: "Die Kritik ist für mich nicht relevant." Es bleibt abzuwarten, wie lange dies noch gilt, sollte der VfB nicht bald punkten.

(cm)





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