19.09.18 / 07:17 Uhr

Neuzugänge überzeugen nicht

VfB Stuttgart: Rückschritt statt Fortschritt?

Von: Pixelio / Karin-Jaehne

Der frühzeitig gesicherte Klassenerhalt in der vergangenen Saison erlaubte es dem VfB, die Kaderplanung weit vor Ende der Saison anzugehen. Die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung spülte dem VfB ordentlich Geld in die Kasse, um sich auf dem Markt bedienen und den Kader verstärken zu können. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht derzeit allerdings anders aus.


30 Millionen Euro gab der VfB in der Sommerpause für sieben Neuzugänge aus, von denen aber lediglich Stürmer Nicolás González bisher überzeugte. Statt dem erhofften Fortschritt scheint es eher einen Rückschritt gegeben zu haben, denn die Stabilität in der Abwehr ist verschwunden und Impulse nach vorne fehlen.


„Wir tauschen uns während der Woche mehrfach über das Sportliche aus – aber die Aufstellung ist natürlich die Sache des Trainers“, wird VfB-Sportvorstand Michael Reschke von einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Und der setzt die Neuen bislang so gut wie gar nicht ein.


Innenverteidiger Marc-Oliver Kempf hat nach dem Verbleib von Benjamin Pavard noch keine Minute gespielt, denn vor ihm stehen noch Timo Baumgartl und Holger Badstuber. Zudem kämpft der 23-Jährige derzeit mit Oberschenkelproblemen. Linksverteidiger Borna Sosa kam immerhin sieben Minuten gegen Mainz 05 zum Einsatz, stand aber gegen Freiburg nicht einmal im Kader.


Nachdem Andreas Beck beim 3-Ligen-Cup in Großaspach nach überstandener Verletzung überzeugte, musste der Zehn-Millionen-Transfer Pablo Maffeo gegen Freiburg auf der Bank Platz nehmen. Für Daniel Didavi, der momentan an einer Achillessehnenreizung laboriert, ist im Korkut-System ohne zentrale Position hinter den Spitzen keinen Platz.


Der 19-jährige Angreifer David Kopacz gilt als Hoffnung für die Zukunft und wurde bisher nur im Regionalliga-Team eingesetzt. Gonzalez Castro kam auf der Außenbahn zuletzt nicht zurecht. Einzig  Nicolás González kam nach seiner Verpflichtung schnell in Fahrt.


Sollte der VfB nicht bald eine spielerische Einheit mit Durchschlagskraft bilden, dürfte die Diskussion um eine verfehlte Transferpolitik womöglich schon bald wieder einsetzen.

(cm)





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