09.09.18 / 12:58 Uhr

Spagat zwischen Tradition und Kommerz

VfB Stuttgart: Kraft aus Unterstützung der Fans ziehen

Von: VfB Stuttgart

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich ist sich sicher, dass der VfB wieder zu alter Stärke zurückfinden wird und die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung der richtige Schritt war, um den Verein für die Zukunft fit zu machen. Trotz der aktuellen Kritik vieler Fans an der Kommerzialisierung des Fußballs betont Dietrich, dass ein Verein ohne entsprechende wirtschaftliche Maßnahmen nicht erfolgreich sein wird.


„Deshalb betone ich immer wieder, dass Tradition und wirtschaftliches Streben nicht im Widerspruch stehen müssen. Sie müssen sich ergänzen. Wir müssen den Menschen einen Ort bieten, an dem sie sich wohl fühlen und der sie emotional verbindet. Und im Mittelpunkt steht dabei die Mannschaft“, erläutert er in einem Interview mit einer Stuttgarter Tageszeitung.


Gleichzeitig lässt er keine Zweifel an einem möglichen Ausverkauf des Vereins an Investoren aufkommen: „Die Seele des VfB ist unverkäuflich.“ Die Ausgliederung sei einer der Schlüssel für die positive Gesamtentwicklung zuletzt gewesen. Der VfB sei daher auf einem besseren Weg als andere Clubs: „Viele Traditionsvereine sind aus der Bundesliga verschwunden, weil sie es nicht verstanden haben, den neuen Herausforderungen eines komplexer werdenden Fußballgeschäfts zu begegnen. Andererseits zeigt sich, dass sogenannte Retortenclubs mit großen finanziellen Ressourcen Schwierigkeiten haben, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt.“


Große Hoffnungen hegt er in Bezug auf den Rückhalt der Fans: „Der Plan, eine Zahl von 100 000 Mitgliedern zu erreichen, ist kein Marketinggag. Wir wollen aus dieser Unterstützung Kraft ziehen.“

(cm)





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