03.03.18 / 12:23 Uhr

Sport nicht politisieren

VfB Stuttgart schließt AfD-Mitglieder nicht aus

Von: VfB Stuttgart

Nicht nur in der Politiklandschaft wird der Umgang mit Angehörigen und Unterstützern der Alternative für Deutschland (AfD) diskutiert. Auch den Profi-Fußball hat das Thema erreicht. Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer möchte AfD-Mitglieder ausschließen. Diesen Weg wird der VfB Stuttgart nicht beschreiten.


„Wir verstehen uns als politisch neutraler Verein und können unseren Vereinsmitgliedern satzungsgemäß nicht untersagen, Mitglied einer Partei zu sein“, wird VfB-Präsident Wolfgang Dietrich von einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Dies sei jedoch kein Freibrief für extreme Tendenzen. Der Verein werde konsequent dagegen vorgehen, „wenn einzelne Personen, unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit, gegen rechtsstaatliche Regeln und Grundsätze verstoßen“.


Johannes Heil, Professor an der Macromedia-Hochschule in Stuttgart, unterstützt diese Haltung, den Sport nicht zu politisieren. Durch den Ausschluss von Mitgliedern würde „verurteilt, gespalten und ausgegrenzt“ und Konflikte dadurch erst erzeugt.  


„Es gehört nicht zu den Aufgaben des Sportmanagers, bestimmte Gesinnungen zu bekennen oder von Aktiven und Fans einzufordern. Wer das tut, macht den Sport kaputt, indem er ihm die wichtigste gesellschaftliche Funktion nimmt, die er heute überhaupt noch haben kann“, so Heil.

(cm)





Anzeige