26.03.13 / 16:24 Uhr

Hoeneß will nicht; Staudt nur als Interimslösung

VfB Stuttgart kassiert Absagen potenzieller Mäuser-Nachfolger

Von: Pixelio / Helmut-Brunken

Aufsichtratschef Dieter Hundt will sich vor Ostern nicht mehr in Sachen Präsidentschaft äußern. Doch laut Bericht einer Stuttgarter Tageszeitung bereitet er bereits die Ablösung von Gerd Mäuser vor. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich schwierig.


Laut Satzung benötigt der VfB Stuttgart mindestens zwei Vorstände, um geschäftsfähig zu bleiben. Nach einem Rücktritt Mäusers, mit dem noch vor dem Sommer gerechnet wird, müsste Hundt einen der Direktoren zum Vorstand berufen. Hier stünden Sportdirektor Fredi Bobic oder einer der Geschäftsführer der Marketing GmbH, Jochen Röttgermann oder Rainer Mutschler zur Disposition. Vorstand und Aufsichtsrat wollen in den „nächsten 14 Tagen die Situation in Ruhe beraten“.


Mäusers Vorgänger Erwin Staudt könnte auch zu seinem Nachfolger werden. Allerdings nur als Interimslösung: „Für eine kurze Zeit kann ich mir vorstellen, dem Verein zu helfen, aber keinesfalls länger. Ich habe in den acht Jahren meiner Amtszeit gelernt, dass man als Präsident machen kann, was man will. Wenn es sportlich schlecht läuft, bist du der Vollpfosten. Das tue ich mir nicht mehr an“, so Staudt in dem Bericht einer Stuttgarter Tageszeitung.


Wolfgang Dietrich, Sprecher von Stuttgart 21 lehnt den Posten ab: „Man muss sich zwar Sorgen um den Verein machen, ich habe aber keinerlei Ambitionen. Das lässt sich weder mit meiner Verantwortung für S 21 noch mit meinen geschäftlichen Aktivitäten vereinbaren.“ Auch Dieter Hoeneß winkt ab: „Es gibt wenige Clubs, bei denen ich mir ein Amt im Präsidium oder Aufsichtsrat vorstellen könnte, der VfB Stuttgart gehört sicherlich dazu. Aber als Präsident muss man vor Ort präsent sein. Und mein Lebensmittelpunkt ist und bleibt München. Daran will ich nichts ändern. Hundt hat also noch aufregende Ostertage vor sich.

(cm)





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