Ton wird schärfer
VfB Stuttgart: Schalke 04 verweigert Ablöse für Heldt

Der Ton zwischen dem VfB Stuttgart und Schalke 04 wird schärfer. Nachdem der VfB offen die Abwerbungsmethoden des Bundesligakontrahenten kritisiert hat, verweigert Schalke nun die geforderte Ablöse für den bis 2013 beim VfB unter Vertrag stehenden Manger Horst Heldt.
„Wir erwarten ein entsprechendes Entgegenkommen“, wird VfB-Sportdirektor Jochen Schneider im Bericht einer deutschen Tagszeitung zitiert. Angeblich sollen 1,5 Millionen Euro in die Kasse des VfB fließen. „Es gibt keine Kompensation“, kontert dagegen Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies in einem deutschen Sportmagazin.
„Er hat bei uns einen immensen Schaden verursacht. Da muss er sich was einfallen lassen“, wetterte Stuttgarts Präsident Erwin Staudt in Richtung Tönnies. Dieser sieht die Angelegenheit gelassen: „Der VfB hat doch schon vernünftige Gespräche mit Alternativkandidaten geführt.“
Als Nachfolgekandidaten für Heldt gilt derzeit der frühere Nationalspieler und VfB-Stürmer Fredi Bobic sowie Schalkes ehemaliger Manager Andreas Müller. Konkrete Planungen sind aufgrund der unsicheren Lage aber derzeit nicht möglich. „Ich habe ihm als Freund gesagt, er soll die Sache mit Schalke schnell regeln“, äußerte sich Jochen Schneider zur aktuellen Lage. Und weiter: „Wenn Schalke meint, der Faktor Zeit spiele ihnen in die Karten, dann liegen sie falsch. Der Ball liegt eindeutig in ihrer Hälfte.“
(cm)

