Kritik an Trainer Christian Gross
VfB Stuttgart: Aliaksandr Hlebs Abschied im Zorn

Leihgabe Aliaksandr Hleb kehrte nach Ende der Saison wieder zum FC Barcelona zurück. Zum zweiten Mal nimmt der Weißrusse Abschied vom VfB Stuttgart – diesmal allerdings im Zorn. In einem Interview mit einer deutschen Tageszeitung übt er harsche Kritik an Cheftrainer Christian Gross.
Der Mittelfeldspieler spielte unter dem Schweizer nur dreimal über die volle Distanz. Meist wurde er nach rund einer Stunde ausgewechselt. Das führte zu keinem guten Verhältnis zwischen den beiden: „Vom ersten Tag an hat er mich kritisiert. Wenn ich gedribbelt habe, hat er mich kritisiert. Wenn ich nicht gleich wieder den Ball gespielt habe, hat er mich kritisiert. Ich hatte das Gefühl, alles, was ich mache, ist falsch“ wird er zitiert.
Hleb respektierte die Leistungen, die Gross mit der Mannschaft in der Rückrunde erzielte, gibt aber auch zu, dass er persönlich nicht mit der Art des Trainers zurecht kam und sich dagegen wehrte, dass Gross aus ihm einen anderen Spieler formen wollte. Die ständigen Auswechslungen hätten dass geführt, dass er das Selbstvertrauen verloren habe.
Trotzdem übt er im Nachhinein auch Selbstkritik: „Ich war nicht richtig fit, als ich kam. Das lag an der kurzen Vorbereitung in Barcelona. Ich habe auch etwas unterschätzt, wie hier gespielt wird. Ich dachte, hier kann man mehr mit spielerischen Mitteln lösen – aber es geht hier viel mehr über den Kampf.“
Hlebs Vertrag beim FC Barcelona läuft noch zwei Jahre. Dort will er zeigen, was er wert ist: „Ich will mir und allen anderen beweisen, dass ich auf dem höchsten Niveau spielen kann.“
(cm)

