Kritik an Verein und Mannschaft
VfB Stuttgart: Markus Babbel tritt nach

Nach seiner Ablöse beim VfB Stuttgart fand Markus Babbel keine Worte der Kritik. Nun tritt er nach. Die Doppelbelastung von Spielbetrieb und Lehrgang sei zuviel gewesen. Die Mannschaft habe die Situation zudem ausgenutzt und als Entschuldigung für die eigenen schlechten Leistungen herangezogen.
"Ich war leer, ich konnte nicht mehr", wird Babbel im Bericht einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Er habe die Kontrolle über die Mannschaft verloren, was er zu seiner Trainerzeiten stets bestritt. Auch am Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Matthias Sammer übt er Kritik. Dieser hätte Babbel keine Ausnahmegenehmigung erteilt, sondern auf der elfmonatigen Trainerausbildung bestanden. "Man sollte als heute Verantwortlicher nie vergessen, welche Annehmlichkeiten man selbst in der Ausbildung wahrgenommen hat", mahnt Babbel an.
Auch das Verhältnis zu Guido Buchwald scheint zerrüttet. Der ehemalige VfB-Spitzenspieler meldete sich in der Krise zu Wort und stellte die Führungsspitze infrage. Auch mit mehr als zwei Monaten Abstand verzeiht Babbel die Art und Weise, wie Buchwald sich äußerte nicht: "Für mich war und ist sein Verhalten unterste Schublade, eines Ehrenspielführers des VfB unwürdig. Sich so auf Kosten anderer profilieren zu wollen, ist bitter."
(jd)

