21.10.10 / 11:06 Uhr

Typen gefordert, die unangenehme Dinge ansprechen

VfB Stuttgart: Trainer Keller findet seine Mannschaft zu lieb

Von: Pixelio / Andreas-Zoellick-pi

In einem Interview mit einer deutschen Tageszeitung hat VfB-Trainer Jens Keller seinen Vorgänger Christian Gross gelobt, Kritik von Hamburgs Trainer Armin Feh gekontert und seiner eigenen Mannschaft vorgeworfen, zu lieb zu sein.

“Die Mannschaftsführung von ihm war wirklich richtig gut. Er hat klare Linien gehabt und hat ganz klar seine Vorstellungen durchgesetzt. Wie er auch den Leuten hier im Verein gegenüber aufgetreten ist, das war sehr imposant” äußerte sich Keller über den Schweizer Gross. Dass er selbst andere Vorstellungen hat, müsse klar sein, denn sonst könne es keine Veränderungen geben.

Armin Vehs Kritik an seiner Person wies er zurück: “Dass mein Ziel war, irgendwann mal Bundesligatrainer zu werden – was an der Aussage falsch sein soll, verstehe ich beim besten Willen nicht. So ein Käse! Ich wäre auch noch gerne fünf Jahre Co-Trainer gewesen, wenn es erfolgreich gewesen wäre. Ich vermute, dass Armin Veh sicherlich auch seinen Fußballlehrer gemacht hat, um Bundesliga-Trainer zu werden und nicht, um in der Kreisliga zu trainieren.”


Gleichzeitig übte er Kritik an seinen Spielern: „Wir brauchen mehr Typen, die in der Kabine auch mal unangenehme Dinge angesprochen. Unsere Mannschaft ist zu lieb untereinander.” Laut Christian Träsch habe ein neuer Konkurrenzdruck im Training eingesetzt. Vielleicht kann Keller tatsächlich neuen Ehrgeiz bei den VfB-Profis wecken.

(cm)





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